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Endoprothetik

Endoprothetik (Gelenkersatz)

Hüftgelenk

Bei ausgeprägtem Gelenkverschleiß hilft nach Ausschöpfung der konservativen und anderen Operationsverfahren - wie der Umstellungsosteotomie, Arthroskopie - in der Regel nur noch die Implantation eines Gelenkersatzes.

Bei der Implantation künstlicher Gelenke werden erprobte Implantate in zementfreier oder zementierter Technik , zum Teil in minimal-nvasiver Technik eingesetzt, wobei  Art und Ursache des Verschleißes, das Alter und der Allgemeinzustand des Patienten bei der Wahl des Implantates berücksichtigt werden. 

Für den Ersatz des Hüftgelenks stehen zementierte und zementfreie Standard-rothesen ebenso wie Kurzschaftprothesen und Oberflächenersatzprothesen zur Verfügung.

Kniegelenk

Bei Verschleiß des Kniegelenks werden, je nach Ausprägung des Verschleißes, Oberflächenersatzprothesen unter Zuhilfenahme der Navigation implantiert. Die Navigation hilft Prothesen achsengerecht und passgenau zu implantieren. Bei einseitigem Verschleiß der innenseitigen oder außenseitigen Anteile des Gelenks werden gegebenenfalls auch Teilprothesen implantiert. Letztere werden bei entsprechender Indikation auch nach vorheriger Computertomographie für den Patienten maßgefertigt.

Als erste Kölner Klinik bietet das Evangelische Krankenhaus Köln-Weyertal seinen Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, sich ein neues, maßgefertigtes Kniegelenk einsetzen zu lassen.  

Dr. med. Karl-Ernst Sander, Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie im Evangelischen Krankenhaus Köln-Weyertal, und Dr. med. Michael Heyl, Praxis für Orthopädie und Unfallchirurgie in Köln-Klettenberg, haben die neue Operationsmethode zum Einsatz individuell gefertigter Kniegelenk-Endoprothesen in der amerikanischen Mayo-Klinik in Boston mehrfach erfolgreich erprobt. Nun haben sie diese - für viele Patienten revolutionäre - Behandlungsmethode in das Leistungsspektrum des EVK aufgenommen. 

Weltweit sind rund zehn Millionen Menschen von Arthrose, dem Gelenkverschleiß betroffen. Diese degenerative Gelenkerkrankung geht mit Schäden am Gelenkknorpel und dessen Verlust einher. Durch den Verschleiß des Knorpels reiben die Knochenoberflächen aufeinander und verursachen starke Schmerzen und eine starke Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit. Allein in Deutschland werden deshalb etwa 120.000 Knie-Endoprothesen jährlich implantiert.  

Die üblicherweise eingesetzten Knieimplantate gibt es „vorgefertigt“ in verschiedenen Größen, vergleichbar mit Konfektionsgrößen bei Kleidung. Wie auch dabei passen die Prothesengrößen nie exakt auf das Kniegelenk, da jedes Knie individuell geformt und einzigartig ist. Während der Operation muss daher das Knie der Prothese angepasst werden, das heißt, es muss, je nach Kontur und Beschaffenheit entsprechend viel Knochen entfernt werden. Das Ergebnis ist immer ein Kompromiss: Da das Implantat nie ganz genau „passt“, muss die Prothese eine relativ hohe Belastung aushalten, was sich auf ihre Haltbarkeit auswirken kann. Auch der natürliche Bewegungsablauf kann unter Umständen mit einem herkömmlichen Implantatmodell nicht immer vollständig wieder hergestellt werden, weil die Bandspannung und der Lauf der Kniescheibe häufig problematisch sind. 

Ein individuell maßgefertigtes Knie-Implantat dagegen ist so gestaltet, dass es das geschädigte Knie vollständig wieder herstellt und sogar durch die Arthrose entstandene Beinfehlstellungen ausgleichen kann. Das Verfahren der individuellen Maßanfertigung eines Knie-Implantats sieht im ersten Schritt ein Röntgenbild und - je nach Befund - eine anschließende Arthroskopie (Gelenkspiegelung) des Knies vor. Im nächsten Schritt wird ein CT des Kniegelenks unter gleichzeitiger Berücksichtigung des Hüft- und Sprunggelenks vorgenommen. Anhand des CT werden die Beinachse und ein dreidimensionales Bild des Kniegelenks errechnet, das wiederum die Basis für die Anfertigung des individuellen Implantats, zusammen mit dem dazu gehörenden OP-Instrumentarium, darstellt.

Das so fertige Implantat hat die ideale Passform und stellt durch seine Passgenauigkeit annähernd das ursprüngliche „nicht verschlissene“ Knie wieder her. Die Operation ist deutlich schonender für den Patienten, muss doch erheblich weniger Knochen geopfert werden. Auch die Belastung, die die Prothese aushalten muss, entspricht der des natürlichen Kniegelenks, so dass Experten eine längere Haltbarkeit des Implantats prognostizieren. Eine neuerliche Operation zum Ersatz des Implantats könnte so vermieden oder zumindest erheblich weiter nach hinten verschoben werden. Und schließlich verläuft der Genesungsprozess möglicherweise schneller und auch schmerzärmer als bei herkömmlichen Verfahren zum Einsatz künstlicher Kniegelenke. Hier bleiben aber die Ergebnisse zukünftiger Verlaufsbeobachtungen abzuwarten. 

Von dem neuen Verfahren, das die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Evangelischen Krankenhaus Köln-Weyertal Kassen- und Privatpatienten anbietet, sind die Patientinnen und Patienten bereits jetzt ganz begeistert. Sie erhalten ein „neues“, unverbrauchtes Knie zurück, das ihnen größtmögliche Beweglichkeit ohne Schmerzen möglich macht.

Schulter

Arthrosen des Schultergelenks erfordern, je nach Situation des Weichteil- und Muskelmantels, die Implantation von modularen Prothesen ggfls. auch als inverse Prothese.

Wechseloperationen

Bei Prothesenlockerungen am Hüft- oder Kniegelenk werden Wechseloperationen sämtlicher Systeme in zementierter oder zementfreier Technik je nach Situation durchgeführt.

Eigenblutspende

Endoprothetische Versorgungen der Hüfte oder des Kniegelenks können in Einzelfällen mit einem erhöhten Blutverlust einhergehen. Wir sind in der Lage unseren Patienten im Vorfeld der geplanten Operation eine Eigenblutspende anzubieten.

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