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09.09.2017: Gesundheitstreff im EVK - Moderne Therapie von Myomen

Ein Myom ist eine gutartige Gebärmuttererkrankung, die zahlreiche Beschwerden verursachen kann, je nachdem wie groß das Myom ist und wo es liegt.

Prof. Dr. med Thomas Römer, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Oberarzt Ralf Bends

Mögliche Folgen sind zu starke und zu lang dauernde Regelblutungen. Wenn das oder die Myome größer werden, wächst die Gebärmutter an und beeinflusst benachbarte Organe wie Blase und Darm oder es kommt zu Unterbauch- oder Rückenschmerzen. Auch können Myome die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen sowie die Gefahr von Fehl- und Frühgeburten erhöhen.

Beinahe jede zweite Frau bekommt im Laufe ihres Lebens Myome. Während in früheren Jahren als Standardbehandlung die Gebärmutter entfernt wurde, stehen heute organerhaltende Maßnahmen im Mittelpunkt der Therapie. Beispiel medikamentöse Behandlung: „Hier haben wir am EVK Köln-Weyertal die meiste Erfahrung in Europa“, erklärt Prof. Römer mit Blick auf ein innovatives Medikament.

Sofern die konservativen Maßnahmen nicht zum Erfolg führen, kann die Behandlung am Endoskopiezentrum des EVK fortgesetzt werden. „Wir arbeiten organerhaltend“, sagt Prof. Römer. Ausgewählte Patientinnen profitieren von der Kooperation mit der Radiologie der Uniklinik Köln. Im Rahmen einer Embolisation werden die Myome nach den Worten von Prof. Römer quasi „ausgehungert“.

Ganz ohne Schnitte funktioniert ein neues operatives Verfahren, das die Spezialisten des EVK Köln-Weyertal gemeinsam mit der kalifornischen Firma Gynesonics entwickelt haben. „Das neue Verfahren stellt für ausgewählte Patientinnen eine echte Alternative dar“, sagt Prof. Römer. Das von dem Medizingerätehersteller aus den USA entwickelte Gerät wird durch den Gebärmutterhals eingeführt und vereinigt auf kleinstem Raum die Diagnose- und Behandlungseinheit. Das integrierte winzige Ultraschallgerät liefert präzise Bilder und erleichtert den Ärzten die Navigation enorm. Die vorgefundenen Myome werden durch Erwärmung zum Schmelzen gebracht, das Verfahren heißt Radiofrequenzablation.

Das neue System trägt deshalb den Namen „VizAblate“. Es schont die Gebärmutter und die Eingriffe gehen schnell vonstatten. „In ganz Deutschland sind wir die einzigen, die dieses Verfahren regelmäßig anwenden und die größte Erfahrung damit vorweisen können“, so Prof. Römer abschließend.

Gesundheitstreff im EVK: „Moderne Therapie von Myomen“
Samstag, 9.09.2017, 11:00 - 13:00 Uhr
Prof. Dr. Thomas Römer, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Ralf Bends, Oberarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Im Evangelischen Krankenhaus Köln-Weyertal
Schulungsraum (UG Hauptgebäude)
Weyertal 76
50931 Köln

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen: Tel. 0221 / 479-2299 und hier auf der ZSM Webseite. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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