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15.03.2018: Gesundheitstreff im EVK "Darmkrebs-Diagnostik und moderne interdisziplinäre Therapie"

Sichere und schonende neue Operationsverfahren stehen im Mittelpunkt des Vortrags über die Behandlung von Darmkrebs

Unter dem Titel „Darmkrebs– Diagnostik und moderne interdisziplinäre Therapie“ wird am Donnerstag, 15. März, von 18 bis 19:30 Uhr die Chefärztin der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, PD Dr. med. Claudia Rudroff referieren. Ein seit neuestem am EVK bei Darmkrebsoperationen angewandtes Verfahren reduziert bei den Patienten unerwünschte Begleiterscheinungen. Mit Hilfe des Neuromonitorings werden während des Eingriffs ständig die wichtigsten Nervenbahnen im Becken überwacht. So gelingt es, dass sexuelle oder Stuhlentleerungs-Störungen weitgehend der Vergangenheit angehören. Nach der Operation werden weitere, individuell auf den Patienten zugeschnittene Behandlungsverfahren angewandt. Der Vortrag findet in der Cafeteria, im Untergeschoss des Hauptgebäudes, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Am EVK ist man für das Aufspüren von Tumoren im Darm bestens ausgerüstet. Die endoskopischen und extrem dünnen High-Tech-Geräte liefern brillante Bilder aus den Verdauungsorganen in HD-Qualität. Außerdem untersuchen die Experten am EVK mit Hilfe von Ultraschall sowie Computertomographie und MRT (Magnetresonanztomographie), ob ein Tumor bereits gestreut hat.

Sobald die Befunde vorliegen, erstellen die Ärzte einen umfassenden Behandlungsplan. Regelmäßig trifft sich hierzu das sogenannte „Tumorboard“ mit Spezialisten aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen wie Chirurgie, Gastroenterologie, Onkologie, Strahlentherapie und Pathologie. Jeder bringt seine Expertise zum Wohle des Patienten ein. „Die hieraus resultierenden Therapiepläne sind heute viel individueller als früher und werden passgenauer auf jeden Patienten zugeschnitten“, berichtet Dr. Rudroff. Die Besucher des Vortrags am 15. März erfahren, welche Module es zur Behandlung von Darmkrebs gibt (Operation, Chemotherapie, Strahlenbehandlung) und inwieweit diese in welchem Rahmen und in welcher Abfolge zum Tragen kommen.

Für Operationen steht in der Klinik ein hochmodernes Kamerasystem zur Verfügung, das den Medizinern während der OP gestochen scharfe Bilder aus dem Inneren des Körpers in 3-D-Qualität liefert. Zusammen mit dem Neuromonitoring kann der Eingriff besonders schonend und noch sicherer als bislang durchgeführt werden.

Nach der erfolgreichen Operation wird das Ergebnis im interdisziplinären Tumorboard besprochen. Dort werden die weiteren Therapieschritte und Behandlungswege festgelegt und für den Patienten individuell erarbeitet. Dabei ist in vielen Fällen eine anschließende Reha und lediglich die weitere Nachsorge erforderlich. Im Falle einer Nachbehandlung mit Chemotherapie oder Bestrahlung erfolgt diese Therapie meist ambulant. Ziel ist es dabei, mit hochmodernen Wirkstoffen ein erneutes Auftreten des Darmkrebses zu verhindern. Sollten bereits bei der Erstdiagnose Tochtergeschwülste diagnostiziert werden, kann mit modernsten Medikamenten die weitere Ausbreitung des Krebses verhindert und in manchen Fällen durch eine weitere Operation sogar die Heilung erzielt werden.

Über diese verschiedenen Möglichkeiten der Behandlung des Darmkrebses werden die Besucher auf der Veranstaltung informiert. In der anschließenden Fragestunde können sie ihre persönlichen Fragen stellen.

Vortrag:
Cafeteria, Hauptgebäude, UG, Bauteil C von 18:00 - 19:30 Uhr

Weitere Informationen finden Sie auf der ZSM Website

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