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22.03.2018: Gesundheitstreff im EVK "Keine Angst vor der Vorsorge-Darmspiegelung"

Jährlich erkranken in Deutschland ca. 70.000 Menschen neu an Dickdarmkrebs. Die Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs zu erkranken steigt mit dem Alter und liegt für die Durchschnittsbevölkerung im Laufe ihres Lebens bei sechs Prozent.

Oberärztin Patricia Faßbender

Meist entsteht Darmkrebs aus zunächst gutartigen Vorstufen, die im Verlauf von Jahren zum Darmkrebs entarten. Die gutartigen Vorstufen machen in aller Regel keine Beschwerden, wenn Beschwerden auftreten, liegt meist bereits eine fortgeschrittene Krebserkrankung vor.

Bis 2002 gab es als gesetzliche Vorsorgeuntersuchung lediglich einen jährlichen Stuhltest auf Blut. Dieser ist jedoch sehr ungenau und kann Vorstufen nicht erkennen.

Seit 2002 besteht durch die Vorsorgedarmspiegelung die Möglichkeit, bereits die gutartigen Vorstufen zu erkennen und zu entfernen, und damit einer Krebserkrankung vorzubeugen. Auch wenn bereits eine Krebserkrankung vorliegt, wird diese bei der Vorsorgedarmspiegelung in einem früheren Stadium erkannt, so dass meist noch eine Heilung möglich ist.

Dennoch wird die Vorsorgedarmspiegelung zur Zeit nur von einem kleinen Teil der Berechtigten in Anspruch genommen. Dies geschieht teilweise aus Unkenntnis, zum Teil auch aus Angst vor der Untersuchung. Zwar ist die Vorbereitung, die sogenannte Darmreinigung, etwas beschwerlich, die eigentliche Untersuchung wird jedoch in der Regel in einer Kurznarkose durchgeführt, so dass Patienten hier mit keinen Beschwerden rechnen müssen. Das Risiko der Untersuchung ist sehr gering; zudem hat die Darmspiegelung gegenüber dem Stuhltest den Vorteil, das bei unauffälligem Befund erst nach zehn Jahren eine Kontrolle erforderlich ist.

Da durch die Vorsorgdarmspiegelung der größte Teil der Dickdarmkrebserkrankungen verhindert werden könnte, ist zu hoffen, dass zukünftig mehr Menschen die Vorsorgedarmspiegelung wahrnehmen.

Donnerstag, 22.03.2018, 18:00 - 19:30 Uhr

Patricia Faßbender, Oberärztin der Klinik für Innere Medizin im Evangelischen Klinikum Köln Weyertal

Cafeteria, Hauptgebäude des Ev. Klinikums (Hauptgebäude), UG, Bauteil C, Weyertal 76, 50931 Köln

Die Teilnahme ist gebührenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen: Tel. 0221 / 479-2299 und hier auf der ZSM Webseite

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