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Künstliches Kniegelenk – Auch Maßanfertigung ist möglich

Infotag „Das künstliche Kniegelenk“ am EVK Köln-Weyertal am Samstag, 30. Mai, von 11.00 bis 13.00 Uhr

Chefarzt Dr. Karl-Ernst Sander

Oberarzt Dr. Werner Heinrichs

Mehr Beweglichkeit – weniger Schmerzen: Wie Arthrosepatienten dies erreichen können, zeigt der nächste Infotag am Evangelischen Krankenhaus Köln-Weyertal auf. Am Samstag, 30. Mai, geht es von 11 bis 13.00 Uhr darum, wie man mit einem neuen künstlichen Kniegelenk wieder mobil werden kann. „Wenn der Knorpelverschleiß weit fortgeschritten ist, stellt ein künstliches Gelenk eine sehr gute Behandlungsmöglichkeit dar“, wissen Chefarzt Dr. Karl-Ernst Sander und der leitende Oberarzt Dr. Werner Heinrichs aus der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Hand-, Fuß- und Wiederherstellungschirurgie aus langjähriger Erfahrung. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Infotag findet in der Cafeteria statt und endet mit einem kleinen Imbiss für die Besucher.

Zum Auftakt erklärt Dr. med. Werner Heinrichs, wie es zur Kniegelenkarthrose kommt und was man vor einer Operation dagegen tun kann. Sein Vortrag trägt den Titel: „Ursachen, Entstehung und konservative Therapie der Kniegelenkarthrose“.

Bewegung hilft immer. Sowohl zur Vorbeugung von Arthrose als auch bei der Reha im Anschluss an eine Operation. Mit einfachen praktischen Übungen regt die Leiterin der Physiotherapie Weyertal gGmbH, Marion Feldmann, die Besucherinnen und Besucher des Infotages zum Mitmachen an.

Wenn die nicht-operativen Maßnahmen ausgereizt sind, stellt der Einbau eines künstlichen Gelenks einen guten Behandlungsweg dar. Recht häufig ist nur ein Teil des Knies vom Knorpelverschleiß betroffen, der Einbau einer Teilprothese reicht hier völlig aus. Liegen ausgedehntere Flächen einer Arthrose vor, ist eine Totalendoprothese (TEP) nötig. In seinem Vortrag wird Dr. med. Karl-Ernst Sander über die verschiedenen Prothesentypen und den Ablauf der Operation am EVK Köln-Weyertal sprechen. „Als zertifiziertes schmerzfreies Krankenhaus sorgen wir dafür, dass unsere Patienten nach dem Eingriff nur minimale Beschwerden verspüren“, so Dr. Sander. In seinem Vortrag geht er außerdem auf ein neues Verfahren ein.

Seit einiger Zeit können sich Patienten am EVK Köln-Weyertal sogar ihre Prothese maßanfertigen lassen. „In Köln verfügen wir über die größte Erfahrung mit dieser Methode“, erklärt Dr. Karl-Ernst Sander, der das Verfahren gemeinsam mit seinem niedergelassenen Kollegen Dr. med. Michael Heyl anbietet. Das Duo hat schon weit mehr als 200 individuell angepasste Kniegelenke implantiert. Wegen dieser großen Erfahrung wurde das EVK Köln-Weyertal vom Hersteller der Implantate zum internationalen Schulungszentrum für Kniechirurgie ernannt.

„Mit unserem Verfahren passen wir das Implantat dem Knie an und nicht umgekehrt“, erklärt Dr. med. Karl-Ernst Sander die grundsätzlich andere Herangehensweise gegenüber dem Einbau eines Standardmodells. Weil das Implantat jetzt viel besser sitzt, muss während der Operation weniger Knochen entfernt werden.

Das hat entscheidende Vorzüge für die Patienten. „Wir gehen wie die Entwickler der Prothesen davon aus, dass die Prothesen auf Grund der optimierten Passform länger halten werden und dass die Funktion ebenfalls besser ist.“ Sollte in späteren Jahren erneut eine Operation notwendig sein, ist außerdem mehr Knochensubstanz vorhanden, was für den Einbau eines neuen Implantats von entscheidender Bedeutung ist. Weil immer mehr jüngere Menschen unter einer Kniegelenkarthrose leiden, aber trotzdem noch sportlich aktiv sein wollen, ist das individuell angepasste Knie für diese Patientengruppe besonders geeignet.

Anschließend haben sich die Gäste einen Imbiss verdient. Hierbei können die Besucher ihre offenen Fragen mit den Referenten klären. Begleitet wird der Infotag von einer kleinen Ausstellung. Prothesenhersteller zeigen ihre Lösungen und auch das Sanitätshaus Rahm ist vertreten.

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