Organisation
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Patientenversorgung verbessern, Rückfallquoten minimieren

Evangelisches Krankenhaus Köln-Weyertal: Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie erhält „DHG-Siegel Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“

PD Dr. med. Rudroff

Mehr als 350.000 Hernien werden in Deutschland jährlich operiert. Zur Hernienchirurgie gehört die Behandlung von Weichteil- und Eingeweidebrüchen wie Leistenbrüche, Narbenbrüche oder Nabelbrüche. Die Rückfallquote liegt jedoch nach einem Eingriff bei durchschnittlich über zehn Prozent. Aus diesem Grund haben die Herniamed-Gesellschaft, ein bundesweites Netzwerk von Hernien-Chirurgen, und die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Visceralchirurgie, eine Qualitätssicherungsmaßnahme entwickelt. Am Evangelischen Krankenhaus Köln-Weyertal hat die Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie nun die erforderlichen Kriterien für die Teilnahme erfüllt und somit das „DHG-Siegel Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ erhalten. Geleitet wird die Abteilung von Chefärztin PD Dr. med. Claudia Rudroff.

Hernien oder Weichteilbrüche kommen in verschiedenen Varianten vor. Die häufigsten Formen treten im Bereich der Leistenregion und der vorderen Bauchwand auf. Werden sie nicht operiert, können sie schlimmstenfalls zum Absterben von Gewebe und einer schweren Entzündung führen. In der Regel werden sie durch ein offenes Operationsverfahren mit Naht oder mit Kunststoffnetz oder einen minimal-invasiven Eingriff mit Netz behandelt. Welche dieser Methoden angewandt wird, hängt von der Art des Bruchs ab. „Nicht zuletzt wird selbstverständlich auch der Wunsch des Patienten berücksichtigt“, so PD Dr. med. Rudroff.

Am EVK ist außerdem seit Ende vorigen Jahres ein neues Kamerasystem im Einsatz, das gestochen scharfe Bilder aus dem Inneren des Körpers in 3D-Qualität liefert. Dadurch können die Chirurgen jetzt bei minimal-invasiven Eingriffen dreidimensional sehen und haben eine noch bessere Vorstellung der räumlichen Verhältnisse. Der Vorteil für die Patienten ist ein deutlicher Zugewinn an Sicherheit, wie Dr. Claudia Rudroff erklärt.

Um die Ergebnisse und die Qualität der Hernienchirurgie bundesweit zu verbessern, wurde 2009 die Gesellschaft Herniamed gegründet. Sie hat eine internetbasierte Qualitätssicherungsstudie entwickelt und eingeführt, deren Ziel es ist, die Qualität der Patientenversorgung zu erhöhen und verlässliche Daten für die Versorgungsforschung zu liefern.

Kliniken und niedergelassene Chirurgen können ihre Hernienoperationen nach wissenschaftlichen Standards dokumentieren. Diese Ergebnisse werden bis zu zehn Jahre lang nachverfolgt und dienen den Experten dazu, die besten Therapieoptionen für ihre Patienten zu erarbeiten.

Kontaktdaten
Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
am Evangelischen Krankenhaus Köln-Weyertal
Chefärztin: PD Dr. med. Claudia Rudroff
Tel.: 0221 / 479-2212 (Sekretariat)
E-Mail: allgemeinchirurgie(at)evk-koeln.de

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