Organisation
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Abschiedsraum

Abschiedsraum

Meist nehmen Angehörige Abschied auf dem Zimmer der Station, wo der Patient oder die Patientin auch gestorben ist.  Es ergeben sich aber immer wieder Situationen, dass Angehörige von entfernten Orten angereist kommen und den Wunsch in sich spüren, ihren Verstorbenen zu sehen und Abschied von ihm zu nehmen.

In unserem Abschiedsraum haben Angehörige dann nach Absprache mit dem Pflegeteam der Station die Möglichkeit, in Ruhe und auch mit der nötigen Zeit Abschied von ihrem Verstorbenen zu nehmen.
Auf Wunsch der Angehörigen kann auch ein Seelsorger diesen Abschied mit gestalten und diese in ihrer Trauer begleiten.

2008 hat eine interdisziplinäre Gruppe (Seelsorger, Pflegedienstleitung, Mitarbeitende aus Pflege und Ärzteschaft) diesen Raum neu gestaltet, um ihm eine warme, ruhige und zugleich stützende Atmosphäre zu geben. Seitdem hängt an der Fensterseite ein Labyrinth als Symbol für den Lebensweg, der hier zu seinem Ende gefunden hat.

Die Künstlerin Juliane Etelka Hunecke (Königswinter) hat dieses Labyrinth ganz bewusst für diesen Raum entworfen und gestaltet. Sie schreibt dazu:

„Wohin gehen wir?
Immer nach Hause.“
Novalis

So wie der Baum Jahresringe bildet, so bildet der Mensch Lebenskreise. Das Symbol dafür: das Labyrinth.
Mit erdigen Ölfarben, die sie mit Sand aus der Wüste Arizonas vermischt hat, entsteht ein „Lebensweg“ auf der Leinwand – aufgebrochen und vielschichtig.

Die Erdtöne symbolisieren das irdische Leben. Gott führt den Menschen durch die Wüste.
Am Rande des Weges tauchen immer wieder Spuren von blauen Farbpigmenten auf – Himmelsblau - Symbol für Gottes Allgegenwärtigkeit. Auch wenn wir ihn aus den Augen verlieren sollten und ihn nicht spüren können, ist ER immer da und zeigt uns den Weg.
Wir kommen aus der Mitte und wir kehren am Ende unserer Lebensbahn wieder zur Mitte zurück. Gott bildet aus den Bruchstücken unseres Lebens schließlich ein Ganzes - ein Umrundendes, das Eins-Sein mit uns in Gott.

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