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Inkontinenz: Hilfe für betroffene Frauen

PD Dr. med. Claudia Rudroff – Chefärztin der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am EVK Köln-Weyertal

PD Dr. med. Claudia Rudroff

Millionen Menschen in Deutschland leiden darunter, nur wenige sprechen darüber: Inkontinenz gilt immer noch als gesellschaftliches Tabuthema. Und vor allem Frauen ist die Sache häufig so peinlich, dass sie nicht den Weg zum Arzt finden. „Deren Hemmschwelle, mit einem männlichen Arzt-Kollegen über dieses Tabuthema zu sprechen, ist oftmals besonders groß“, weiß Privatdozentin Dr. med. Claudia Rudroff. Sie ist die Chefärztin der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Köln-Weyertal und in dieser Position die erste Chefärztin für Chirurgie in ganz Köln. Privatdozentin Dr. med. Claudia Rudroff ist eine ausgewiesene Expertin in der Behandlung von Inkontinenz und verfügt über eine langjährige Erfahrung. „Neben einer guten Diagnostik und Therapie ist gerade bei diesen Erkrankungen die vertrauensvolle und kontinuierliche Arzt-Patienten-Beziehung besonders wichtig“, sagt Dr. Rudroff. Sie weist darauf hin, dass die Beschwerden sehr gut behandelbar sind.

Viele Frauen scheuen aus Scham den Gang zum Arzt

Schwaches Gewebe. Frauen leiden im Gegensatz zu Männern häufig an einer Senkung, die durch Schwächung der Haltestrukturen im Becken und einer Verschiebung der Organe entstehen kann. Neben einem schwachen Bindegewebe gelten auch neurologische Krankheiten, körperliche Überlastung oder Übergewicht als mögliche Ursachen. Senkungsbeschwerden gehen oft mit Inkontinenz einher. Stuhlgangprobleme mit Verstopfung und Schmerzen aber auch unfreiwilliger Verlust von Winden und mehr sind die Folge.

Der erste Schritt. Sobald Betroffene den ersten Schritt zum Arzt gewagt haben, beginnt die Ursachenforschung. Gemeinsam mit der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Evangelischen Krankenhaus Köln-Weyertal und weiteren Partnern bildet die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am EVK Köln-Weyertal das Beckenbodenzentrum Köln-Lindenthal. Hier arbeiten mehrere medizinische Abteilungen sehr eng zusammen.

Große Chance. Anhand der differenzierten Diagnose erhält jeder Patient einen passenden, auf ihn abgestimmten Therapieplan. Eine konservative Behandlung beispielsweise mit Medikamenten verspricht häufig eine große Chance auf Besserung. Auch Ernährungsberatungen und psychologische Behandlungsmöglichkeiten können den Patienten von seinen Beschwerden befreien. Einen besonderen Stellenwert in der Behandlung von Beckenbodenerkrankungen nimmt die Physiotherapie ein.

Vertrauensvolle Beziehung zum Arzt ist wichtig

Zwei Pluspunkte. Reichen die konservativen Ansätze nicht aus, stehen viele Möglichkeiten bereit, die Beschwerden durch eine Operation zu beseitigen. Zwei Pluspunkte hierbei sind die große Erfahrung von Privatdozentin Dr. med. Claudia Rudroff und der Einsatz modernster Operationstechniken.

Deutlicher Gewinn. Am EVK ist seit Kurzem ein neues Kamerasystem im Einsatz, das gestochen scharfe Bilder aus dem Inneren des Körpers in 3-D-Qualität liefert. Dadurch können die Chirurgen jetzt bei minimal-invasiven Eingriffen dreidimensional sehen und sie haben eine noch bessere Vorstellung der räumlichen Verhältnisse. Der Vorteil für die Patienten ist ein deutlicher Zugewinn an Sicherheit, wie Dr. Claudia Rudroff erklärt. Sie setzt außerdem, wann immer es möglich ist, auf die Technik der narbenfreien Operation: „Dies verkürzt die Genesungszeit, ist schonend für die Patienten und liefert ansprechende kosmetische Ergebnisse nach einer Operation.“

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