Organisation
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EVK Köln Weyertal informiert über die moderne Schilddrüsen-Operation

Veranstaltung für Patienten am Donnerstag, 14. Juni, im Rahmen der Vortragsreihe „Gesundheitstreff im EVK“

Chefärztin Priv.-Doz. Dr. med. Claudia Rudroff

Oberärztin Priv.-Doz. Dr. med. Costanza Chiapponi

(Köln, 4.6.2018) Die viszeralchirurgische Abteilung des Evangelischen Klinikums Köln Weyertal (Chefärztin Priv.-Doz. Dr. med. Claudia Rudroff) hat sich vor wenigen Monaten personell verstärkt: Oberärztin Priv.-Doz. Dr. med. Costanza Chiapponi leitet seitdem das Kompetenzzentrum Endokrine Chirurgie, eine Einrichtung in Kooperation mit der Uniklinik Köln. Priv.-Doz. Dr. Chiapponi führt sowohl an der Uniklinik als auch am EVK Schilddrüsenoperationen durch.

Am Donnerstag, 14. Juni, werden Priv.-Doz. Dr. Rudroff und Priv.-Doz. Dr. Chiapponi im Rahmen der Vortragsreihe „Gesundheitstreff im EVK“ die Endokrine Chirurgie mit Schwerpunkt Schilddrüsenoperationen vorstellen. Diese Veranstaltung ist für Besu-cher kostenfrei und findet von 18 bis 19.30 Uhr in der Cafeteria des Krankenhauses statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Endokrine Chirurgie zählt seit vielen Jahren zu den Behandlungsschwerpunkten am EVK. Sie umfasst die operative Behandlung der gutartigen und bösartigen Erkrankungen der Schilddrüse, der Nebenschilddrüsen und der Nebenniere. Mögliche Indikationen für Operationen an der Schilddrüse sind gutartige, störende (Schluckbeschwerden) oder krebsverdächtige Knoten, gesicherte bösartige Erkrankungen und Überfunktionen (Morbus Basedow). Erkrankungen wie beispielsweise Morbus Hashimoto werden primär nicht operiert, sondern konservativ durch einen Endokrinologen behandelt.

Ist eine Operation der Schilddrüse beziehungsweise Nebenschilddrüsen erforderlich, so erfolgt diese über einen Schnitt ungefähr in der Höhe einer Halskette. Je nach Größe der zu entfernenden Bereiche wird dieser so klein wie möglich gehalten (meist vier bis fünf Zentimeter). Kleinere Befunde können offen minimalinvasiv operiert wer-den, also mit einem noch kleineren Schnitt. Bei der Hautnaht werden selbstauflösende Fäden verwendet.

Durch die Verwendung von Lupenbrillen kann der Operateur die Nebenschilddrüsen optimal darstellen und schonen. Der Einsatz des sogenannten Neuromonitoring identifiziert während der Operation die Stimmbandnerven und hilft so, mögliche Beschädigungen zu vermeiden.

Alle Erkrankungen der Schilddrüse, Nebenschilddrüsen und Nebennieren werden vor der Operation von einem Expertenteam aus den Bereichen Endokrinologie, Nuklear-medizin, Strahlentherapie und Chirurgie begutachtet. Auf diese Weise können den Patienten alle konservativen und operativen Behandlungsmöglichkeiten individuell angeboten und eine leitliniengerechte, interdisziplinäre Behandlung garantiert wer-den. Dies gilt in gleicher Weise für die postoperative Betreuung.

Die operativen Eingriffe erfolgen über Hautschnitte von zwei bis fünf Zentimeter, je nach Befund. Operiert werden alle gut- und bösartigen Erkrankungen der Schild-drüse. Mittels Schnellschnittuntersuchung können, während der Patient schläft, eine orientierende feingewebliche Untersuchung durchgeführt und bösartigen Befunde im Rahmen des Eingriffs direkt versorgt werden (komplette Entfernung der Schilddrüse und der Lymphknoten). Die Eingriffe dauern ein bis zwei Stunden – je nachdem, ob nur die Hälfte oder die gesamte Schilddrüse entfernt werden muss. Die Patienten sind anschließend zwei Nächte stationär. In der folgenden Woche werden sie zur Wundkontrolle in die endokrinochirurgische Sprechstunde einbestellt.

Kontakt:

KOMPETENZZENTRUM ENDOKRINE CHIRURGIE
in Kooperation mit der Uniklinik Köln
Chirurgie der Schilddrüse, der Nebenschilddrüsen
und der Nebennieren
Bereichsleiterin:
Oberärztin Priv.-Doz. Dr. med. Costanza Chiapponi

Tel: 0221/479 32246
E-Mail: costanza.chiapponi(at)evk-koeln.de 

Sprechstunde für Schilddrüsenpatienten:
dienstags 13 bis 15 Uhr

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